Urlaub mit Kindern

Endlich in die Sonne, an den Strand, Füße hochlegen und den Kopf ausschalten…jaja von wegen! Mit Kindern hat sich diese Art Urlaub erstmal erledigt. Wir haben schon super viel Urlaub mit Kindern gemacht und sind viel gereist. Und eigentlich habe ich das schon vor Jahren realisiert. Aber diesen Urlaub ist es mir nochmal neu bewusst geworden und ich wurde mal wieder auf den Boden der Tatsache geholt: Wenn man mit Kindern Urlaub macht, gehts eigentlich darum: HAUPTSACHEN DIE KINDER HABEN SPASS UND DIE ELTERN IHRE RUHE!

 

Naja ganz so schlimm ist es auch nicht. Man muss sich nur klar darüber werden, dass Urlaub mit Kindern etwas völlig anderes ist. 

 

Beginnen wir ganz von vorne:

 

Packen

Man packt nicht einfach nur Bikini, kurze Hosen, Tops, Unterwäsche, Kleidchen und die Zahnbürste ein. Nein, es wird erstmal der halbe Haushalt mitgeschifft. Neben Kleidung und Hygieneartikeln braucht man ja super viel, damit die Kinder gut beschäftigt sind. Also kommt Spielzeug, Bücher, Schwimmring und Kuscheltiere mit und füllen gut mal einen ganzen Koffer aus. Andernfalls könnte es sein, dass die Kinder sich am laufenden Band über Langeweile beschweren.

 

Flug

Einfach mal einen Film gucken, lesen und eine Runde schlafen? Jaaaa, das war zu Zeiten so, bevor man Eltern wurde. Unser Handgepäck voll mit Spielzeug und Snacks. Während Start und Landung habe ich unser Baby angelegt und den großen Kaugummis oder was zum essen zugeschoben, damit die mit dem Druckausgleich auf den Ohren klarkamen. Den Rest des Fluges habe ich Bücher vorgelesen, Bilder ausgemalt und zugestehen, das regelmäßig Lebensmittel-Nachschub kam und alle ruhig und beschäftigt waren. Ein bisschen Tablet spielen oder einen Film gucken war definitiv für die Kinder drin. Mein Buch habe ich nicht einmal angerührt. War aber okay, wenn man sich drauf einstellt, dass der Flug so läuft, dann ist alles gut. Wir waren total überrascht, dass keins der Kinder geweint oder gemeckert hat - den gesamten Flug über. Also die Reise lief tiefenentspannt. Und Vorbereitung ist der Schlüssel.

Urlaub machen

Ich war dieses mal so verwundert, dass sich nach 4-5 Tagen immer noch keine richtige Entspannung eingestellt hat. Ich hatte vergessen, dass ich nicht erwarten darf, die Art von Entspannung zu bekommen, wie es vor den Kindern war. Da ging es ja beim Urlaub machen darum jegliche Verantwortung abzulegen und den Tag so zu gestalten, wie man Lust hatte. Oder nur rumzuliegen, wenn man keine Lust hatte. Das geht jetzt nicht, weil die Kinder sehr viel vorgeben. Wir lassen die nicht alles entscheiden, aber es ist deutlich entspannter, wenn man viel nach den Kindern geht. 

 

Wir haben die ersten Tage einige Touren gemacht um die Insel zu erkunden. Die Kinder waren echt unzufrieden bei den Autofahrten und hatten auch keine Lust weite Strecken zu laufen. Sie mussten mitmachen, aber ganz ehrlich: Es macht keinen Spaß, wenn die ständig meckern und kostet einen Nerven - was nicht gerade zur Entspannung beiträgt.

 

Als wir dann mehrere Tage hintereinander nur am Pool, Strand oder im Apartment waren, war es so viel entspannter!

 

Anfangs merkte ich immer wieder noch dieses innere Drängen: „Du musst den Urlaub nutzen. Sei nur am Strand oder lieg in der Sonne. Erkunde die Gegend. Raus aus dem Apartment.“ Aber die Kinder haben immer so schön gespielt, wenn die hier im Apartment waren, dass wir dachten, wir hätten mehr Entspannung und könnten sitzen, reden, Kaffee trinken, Bücher lesen, wenn wir einfach hier sind. Zwischendurch zum Pool oder Strand (aber das war z.T. auch nicht einfach, weil man den halben Haushalt dahin mitschleppen muss und dann wieder was fehlt, oder einer Sand in die Augen kriegt oder oder oder… Also Druck raus. Einfach schauen, wo alle am glücklichsten sind.

 

Wir arbeiten auch gerne mit Deals bei uns in der Familie: Wir gehen erst eine Stunde zum Pool, was unser Großer liebt, spielen dann eine Stunde in der Wohnung, was unsere Tochter liebt und gehen Abends an der Promenade spazieren, was wir Eltern mögen. Für alle was dabei, jeder lernt Rücksicht zu nehmen und alle sind am Ende glücklich (auch wenn der eine mal mehr zu seinem Glück gezwungen werden muss, als ein anderer…)

 

Über Essen, Sport und Arbeit im Urlaub berichte ich im nächsten Blog-Artikel.

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